Published on 28 October 2026
Warum Ladehase erst ab 50 Standorten startet
Wir bauen die Anbindung für alle Wallboxen mit OCPP, aber erst, wenn 50 Standorte sie wirklich nutzen wollen. Hier erklären wir offen, warum, und was bis dahin passiert.
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Ladehase soll Betreiberinnen und Betreibern kleiner Ladestationen helfen, ihre Gäste fair und einfach bezahlen zu lassen. Gäste scannen einen QR-Code, zahlen mit TWINT oder Karte, und erst dann gibt die Ladestation Strom frei. Dafür muss Ladehase die Ladestation steuern können. Genau hier haben wir eine Entscheidung getroffen, die wir offen erklären wollen.
Der ursprüngliche Plan: über die Cloud der Hersteller
Zuerst wollten wir jede Marke über ihre eigene Cloud anbinden, angefangen mit Easee. Beim Klären der Bedingungen zeigte sich: Die öffentlichen Schnittstellen vieler Hersteller sind für Privatpersonen gedacht. Wer sie kommerziell nutzen will, braucht einen Partnervertrag, und jeder Hersteller hat andere Regeln und Preise. Mit zehn Marken hiesse das zehn Verträge und zehn verschiedene Anbindungen.
Der neue Plan: ein offener Standard für alle Marken
OCPP (Open Charge Point Protocol) ist ein offener Standard. Die meisten neueren Wallboxen für Mehrfamilienhäuser, Hotels und Firmen können ihn, zum Beispiel Modelle von Easee, Zaptec, Juice Technology, Fronius, Alfen, ABB, KEBA und Wallbox. Mit OCPP verbindet sich die Ladestation direkt mit einem Server von Ladehase. Darüber können wir die Ladung sperren, nach der Zahlung freigeben, stoppen und die Energie messen, und zwar mit einer Anbindung für viele Marken.
Der Haken: Ein solcher Server ist mehrere Wochen Arbeit. Danach tragen wir die Verantwortung, dass er rund um die Uhr läuft. Ausserdem muss jede Marke an echten Geräten getestet werden, weil jeder Hersteller OCPP etwas anders umsetzt.
Darum die Warteliste
Wir wollen das nicht auf Verdacht bauen. Darum gilt:
- Ziel: 50 Standorte mit bestätigter E-Mail-Adresse. Mehrere Ladepunkte am selben Ort zählen als ein Standort.
- Frist: 30. April 2027.
- Wenn es klappt: Wir starten innerhalb von drei Monaten. Wer möchte, testet vorher mit uns an den eigenen Ladestationen. Alle 50 Standorte bekommen die A4-Schilder gratis, und die Marken mit den meisten Einträgen setzen wir zuerst um.
- Wenn es nicht klappt: Wir schreiben allen Eingetragenen und löschen ihre Angaben. Kosten entstehen niemandem.
Der Stand ist öffentlich. Auf der Warteliste siehst du jederzeit, wie viele Standorte bestätigt sind und welche Marken vorne liegen.
Was heute schon fertig ist
Die Bezahlseite, das Dashboard für Betreibende, Tarife, Schilder, Quittungen und die Anbindung an zahls.ch und Freika sind gebaut. Was fehlt, ist die Verbindung zur Ladestation. Bis die steht, ist an keiner Ladestation Ladehase im echten Betrieb. Das sagen wir lieber offen, als etwas zu versprechen, das noch nicht läuft.
Was das für deine Ladestation bedeutet
Bei OCPP spricht die Ladestation mit genau einem Server. Einige Funktionen der Hersteller-App, die über dessen Cloud laufen, fallen dann weg. Welche das sind, klären wir pro Marke im gemeinsamen Test und sagen es dir, bevor du umstellst.
Hast du eine Wallbox und möchtest Gäste bezahlen lassen? Trag deinen Standort auf der Warteliste ein. Es ist gratis und unverbindlich, und jeder Eintrag bringt den Start näher.